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Pressemitteilung

Setzensack fordert Transparenz in Bezug auf Rechenzentrum

Vor Kurzem lud der ÖDP Ortsverband Mainburg ins Gasthaus Korfu in Unterempfenbach zur Wahlversammlung.

Bildquelle: Gamue Caglar - Bürgermeisterkandidatin Annette Setzensack

Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtrats- und Kreistagswahl stellten sich vor. Zudem präsentierte Bürgermeisterkandidatin Annette Setzensack ihre Ziele. Unter anderem betonte die 51jährige Kommunalpolitikerin, dass sie die verträgliche Ansiedlung von zukunftsorientierten Unternehmen fördern wolle. In dem Zusammenhang stellte sie die Dimensionen des geplanten Rechenzentrums mit bis zu 360 Megawatt (MW) Leistung in Wambach in Frage. Die ÖDP begrüße den notwendigen Ausbau von Rechenleistung in Deutschland, wenn die Leistung zum Standort passe. Das kürzlich fertiggestellte „KI-Rechenzentrum der Superlative“ am Tucherpark in München habe im Endausbau 15 MW, verdeutlichte sie. Dass die Stromversorgung primär durch ein neues Gaskraftwerk bei Oberempfenbach erfolgen solle, sei aus vielerlei Gründen in Frage zu stellen. Selbst die angedachten 450 Hektar PV-Freiflächenanlagen könnten bei dem hohen Strombedarf nur einen geringen Beitrag leisten. Die gigantischen Mengen an Abwärme könnten im Mainburger Raum nicht sinnvoll verwendet werden: Ein Rechenzentrum mit 360 MW könne bis zu 187.000 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgen, so Setzensack. Deshalb machten Betriebe in solchen Dimensionen nur in einem großstädtischen Umfeld mit großen Wärmeverbrauchern Sinn. Scharf kritisierte sie Bürgermeister Fichtner, der kein Interesse an einer Beteiligung der Öffentlichkeit zeige, obwohl hinter den Kulissen die Planungen bereits fortschritten und Vorverträge mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen werden. Eine Vorstellung des Projekts in einer Stadtratssitzung bzw. Veranstaltung habe er bisher verweigert. Mögliche Gewerbesteuereinnahmen dürften nicht zur Blindheit führen, was den erwartbar hohen Wasserverbrauch, Lärm und Abgase auch durch die Diesel-Notstromkraftwerke in Wambach, und weitere Belastungen betrifft. Zudem handele es sich um kritische Infrastruktur.

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