Pressemitteilung
Ortsversammlung mit Thema "Hitzeschutz und Klimaanpassung in Mainburg"
Hitzeschutz und Klimaanpassung im Fokus der ÖDP Ortsversammlung am 20.027.2026
Quelle ÖDP - Die ÖDP Mitglieder mit den Vorsitzenden Peter Gogl und Annette Setzensack diskutierten bei hochsommerlichen Temperaturen angeregt mögliche Hitzeschutz-Maßnahmen für die Stadt Mainburg (links).
In der letzten Ortsversammlung vor der Sommerpause trafen sich die Mitglieder des ÖDP Ortsverbandes vor kurzem in der Mainburger Stube, um über die anstehenden Aktivitäten und wichtige kommunalpolitische Themen zu diskutieren.
Ortsvorsitzender Peter Gogl hatte sich angesichts der anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad in die Thematik „Hitzeschutz in Kommunen“ eingearbeitet und trug das Ergebnis seiner Recherchen vor. Die Stadt Mainburg sei mit der Problematik bereits befasst, wobei hier zunächst auf die Situation in kommunalen Gebäuden fokussiert werde. Ein Hitzeaktionsplan bzw. Notfallkonzept fehlt bisher wie in vielen anderen kleineren Städten.
Die ÖDP sieht hier aufgrund des fortschreitenden Klimawandels dringenden Handlungsbedarf, auch in Richtung Vernetzung der relevanten Akteure, wie Gesundheits- und Rettungsdiensten. Dabei sollten auch banal erscheinende Fragen beantwortet werden, etwa wie sehr belastete Bürgerinnen und Bürger über längere Hitzephasen unterstützt werden können, wenn aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnumgebung nicht mehr zumutbar ist. Gogl stellte beispielhaft die bisherigen Aktivitäten der Stadt Würzburg vor.
In der regen Diskussion wurde klar, dass die Klimatisierung von Räumen zwar oftmals notwendig werde, wie an den Schulen, aber in der Stadt nicht die alleinige nachhaltige Lösung sei. Vielmehr regten viele Mitglieder auch einen natürlichen Hitzeschutz mit mehr Grün in der Stadt an. Insbesondere die Schaffung von kühlen Inseln durch weitere Parks und Baumpflanzungen an Plätzen und Straßen sei wichtig.
Ein größerer Teil der restlichen Erweiterungsfläche des Friedhofs wäre dafür gut geeignet, auch stadteigene Flächen am Geh- und Radweg zwischen Kögl- und Brandmühle könnten entsprechend bepflanzt werden. Innerstädtisches Grün gewinne noch mehr an Bedeutung. Um Fußgänger vor großer Hitze zu schützen, sollten Geh- und Radwege möglichst lückenlos mit natürlichem Grün beschattet werden.
Vorgeschlagen wurden auch Festlegungen in der Bauleitplanung, etwa eine verpflichtende Begrünung von Gärten mit dem Verzicht auf Schotterflächen und Gabionen. Auf neuen Gewerbeparkflächen etwa bei Einkaufsmärkten sollte von der Stadt entweder eine Beschattung durch Baumpflanzungen oder Photovoltaik-Dächern verlangt werden. Allerdings müsste die Einhaltung von Bebauungs- und Grünordnungsplänen in Bezug auf festgesetzte Baumpflanzungen auch aktuell bereits besser kontrolliert werden. Wichtig ist, dass die Stadt zeitnah Maßnahmen plant und umsetzt - die Zeit drängt, waren sich die Anwesenden einig.
