Pressemitteilung
ÖDP thematisiert bezahlbares und nachhaltiges Wohnen
Immer wichtiger, immer drängender, die Wohnung und Nebenkosten auch mit kleinerem Einkommen bezahlen zu können.
Bildquelle: Gamze Caglar - Dr. Michael Stöhr präsentiert genossenschaftliches und nachhaltiges Wohnen.
„Nachhaltig wohnen, gemeinschaftlich leben“, unter diesem Titel lud der ÖDP Ortsverband Mainburg zu seiner Abschlussveranstaltung zur Kommunalwahl 2026 am vergangenen Montag in die Theresienhütte. Bürgermeisterkandidatin Annette Setzensack begrüßte als Referenten Dr. Michael Stöhr, Landesbeauftragter für Klimaschutz der ÖDP-Bayern. Stöhr ist Experte für erneuerbare Energien und wohnt seit 25 Jahren in einem Mehrgenerationen-Genossenschaftshaus der WOGENO e.G. in München. Seine drei Kinder sind dort aufgewachsen, in lebendiger Gemeinschaft mit vielen anderen Kindern. Gemeinschaftliches Wohnen ermöglicht Geselligkeit, gegenseitige Unterstützung, gemeinsam genutzte Gegenstände ersparen eigene Anschaffungen. Soziales und Ökologie gehen Hand in Hand.
Wer in einem großen Mehrfamilienhaus statt im Einfamilienhaus lebt, halbiert den Wärmebedarf um die Hälfte, wer zusätzlich dank vieler Gemeinschaftsräume die individuelle Wohnungsgröße halbiert, reduziert den Heizbedarf auf ein Viertel – bei gleichem Dämmstandard.
Da zudem die Gewinnerzielung im Gegensatz zur gewerblichen Vermietung bei Genossenschaften nicht im Vordergrund steht, kann genossenschaftliches Wohnen die Wohnkosten dauerhaft senken, nicht nur im Neubau. Auch Bestandswohnungen können in Genossenschaftseigentum überführt werden. Kommunen können einen unterstützenden Rahmen setzen, etwa indem sie Wohnungsgenossenschaften bei der Gründung fachlich begleiten und bei der Grundstücksvergabe bevorzugen.
Mit Blick auf die Situation in Mainburg betonte Annette Setzensack, dass die Stadt auch bezahlbare, generationengerechte und nachhaltige Alternativen zum Baugrundstück mit Einfamilienhaus anbieten müsse, für Menschen mit geringerem Einkommen, Alleinerziehende und Ältere, zusätzlich zum sozialen Wohnungsbau.
Im Rahmen der angeregten Diskussion ergänzte Stadtrats- und Kreistagskandidatin Gamze Çaglar, dass die Mietpreisbremse kaum Entlastung bringe. Entscheidend seien gemeinwohlorientierte Lösungen zur Schaffung weiteren Wohnraumangebots, auch mit innovativen Wohnformen.
