Pressemitteilung
"Nicht vom Hauptproblem ablenken!" - ÖDP thematisiert fachärztliche Versorgung und Rettungsdienst
Bei der Wahlversammlung der ÖDP Mainburg kürzlich im Schützenheim in Unterwangenbach stellten sich die Stadtratskandidatinnen und -kandidaten sowie Bürgermeisterkandidatin Annette Setzensack mit ihren Zielen für die Kommunalwahl vor.
Bildquelle: Gudrun Lindner - Bürgermeisterkandidatin Annette Setzensack erläutert ihr Wahlprogramm
Die 51jährige ging neben vielen anderen Themen auch auf die ambulante fachärztliche Versorgung und die Notfallversorgung in der Region Mainburg ein.
Facharztsitze werden von der kassenärztlichen Vereinigung für die Planungsregion, in der Regel den Landkreis, berechnet und vergeben. In mehreren Fachdisziplinen wie HNO, Urologie oder Hautmedizin zeige sich eine regionale Konzentration der Sitze auf den Landkreisnorden bzw. mitte, primär konzentriert auf die Kreisstadt.
Der Landkreissüden sei hier unterversorgt. Die (Wieder-) Ansiedlung von Facharztsitzen sei meist jedoch nur bei einer Verlagerung im Landkreis, etwa im Rahmen einer Praxisaufgabe möglich. Hierzu müsse künftig im Rathaus langfristiges Engagement gezeigt werden. Zusätzliche Facharztsitze zu bekommen, sei meist aussichtslos, wobei sie auch vor den Versprechungen im Rahmen der geplanten Umwandlung des Krankenhauses in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung warnte.
Zur Notfallversorgung verwies sie auf das aktuell in die in Fertigstellung befindliche TRUST-Analyse für den Bereich Mainburg.
Bereits bisher würden die gesetzlichen Vorgaben zu den Hilfsfristen unterschritten, so dass in Bezug auf die Vorhaltung von Rettungsmitteln bzw. Stellplätzen reagiert werden müsse. Die Bankbetriebswirtin ist Verbandsrätin beim Rettungszweckverband und erläuterte ihren Antrag vom März letzten Jahres, dass die rückwirkende Betrachtung von TRUST um eine Simulation erweitert wird, falls das Krankenhaus in Mainburg weiter abgebaut werden sollte. Letzteres führe verstärkt zu längeren Fahrzeiten der Einsatzwägen und müsse daher vorausschauend berücksichtigt werden. Momentan entstehe allerdings der Eindruck, dass die Diskussion um den Rettungsdienstbedarf deshalb so intensiv geführt werde, um vom ursächlichen Hauptproblem abzulenken: den bereits realen Leistungsabbau am Mainburger Krankenhaus.

