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Bernd Wimmer wieder in den ÖDP-Bezirksvorstand gewählt:

"Für 180 Grad-Kehrtwende beim Klimaschutz"

Bieranstich der ÖDP

Anzapfen, bevor der Hopfen klimabedingt knapp wird: Zum ersten Mal versuchte sich Johanna Seitz in dieser Disziplin und das erfolgreich wie ÖDP-Bundestagsdirektkandidat Bernd Wimmer und ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold (Mitte) feststellten. Foto: ÖDP Niederbayern.

Mainburg/Plattling. Die niederbayerische ÖDP hat am Samstag in Plattling einen neuen Bezirksvorstand gewählt. ÖDP-Bundestagsdirektkandidat Bernd Wimmer aus Mainburg ist ohne Gegenstimme für weitere zwei Jahre als Beisitzer in den Vorstand gewählt worden. Vorsitzender bleibt Bezirksrat Urban Mangold aus Passau. Der Parteitag verabschiedete ein Positionspapier für eine 180 Grad-Kehrtwende beim Klimaschutz, mit dem die ÖDP über die Ziele ihrer politischen Kontrahenten weit hinausgeht. „Wir brauchen Klimaneutralität bis 2030, endlich weniger Lobbyismus und bundesweite Volksentscheide“, forderte Bernd Wimmer.

"Die Klimaüberhitzung wird auch gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben," erklärte Wimmer, "denn Hitze, Dürre, Überschwemmungen und Hagel: Der Klimawandel setzt dem Hopfenanbau und damit dem bayerischen Bier zu". „Wissenschaftler befürchten, dass der weltweit bedeutende Hopfenanbau in der Hallertau vor größten Problemen steht. Diese Frage ist nur ein Beispiel dafür, wie die Klimakrise unser Leben verändert“, sagte Johanna Seitz, niederbayerische ÖDP-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl aus Passau.

Die ÖDP sei „die einzige Partei, die sich dazu bekennt, dass endloses Wachstum nicht möglich ist“, so Mangold. „Ohne eine neue zurückhaltende Konsumkultur gibt es keine gerechte und auch keine ökologische Zukunft. Es ist die spezielle Aufgabe der ÖDP, mit aller Deutlichkeit die Notwendigkeit der Beschränkung unserer Ansprüche an den Planeten zu thematisieren. Alle anderen Parteien meiden dieses Thema. Kommunikationsprofis vertreten die Auffassung, dass man Wählerinnen und Wählern diese Härte der Wahrheit ersparen muss. Dem muss sich jemand entgegenstellen. Und das ist der Job der ÖDP“, erläuterte Mangold in Plattling.

Die ÖDP sprach sich auf dem Bezirksparteitag sich gegen jede Form der Förderung fossiler Energienutzung und des Flugverkehrs aus. Gefordert wird ein Ausbau-Stopp für Autobahnen und Fernstraßen. Je zwei Prozent der Landesfläche müssten als Vorrangfläche für die Windkraftnutzung sowie für Freiflächensolar- und Agriphotovoltaikanlagen ausgewiesen werden. Ferner fordert die ÖDP ein Renaturierungsprogramm für Moorgebiete.

Positionspapier_Klimaschutz_ÖDP_Niederbayern_September_2021

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