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Regionales Einkaufen nach wie vor Thema

Gut besuchter ÖDP-Bauernmarkt trotz Schlechtwetter und corona-bedingter Auflagen

(HZ-Artikel vom 29.09.2020)

Von Simone Huber Mainburg. Der regionale Bauernmarkttag der ÖDP fand am Samstag bei ungemütlicher Wetterlage am Griesplatz statt. Dennoch boten 30 regionale Erzeuger ihre ökologischen Lebensmittel und saisonalen Produkte zum Verkauf an. Das von den Organisatoren erstellte Hygienekonzept ging bestens auf. Qualität aus der Region hat heutzutage einen wichtigen Stellenwert. „Da weiß man einfach, was man hat und man bekommt was Gscheit’s für sein Geld!“, argumentierte eine Besucherin. So ist der Bauernmarkttag, von Annette Setzensack 2011 ins Leben gerufen, mittlerweile aus dem Veranstaltungskalender Mainburgs nicht mehr wegzudenken. Mit der Initiative will der ÖDP-Ortsverband regionale Vermarkter tatkräftig unterstützen. Denn auch der Verbraucher trage Verantwortung mit seinem Einkaufsverhalten. Nur leider spielte Petrus in diesem Jahr gar nicht mit.

Nichtsdestotrotz kommen viele Kunden schon seit Jahren, ja, können es kaum erwarten, ihre Lieblingsprodukte direkt beim Erzeuger zu kaufen. „Wir freuen uns schon immer auf den selbstgemachten Eierlikör vom Biohof Schart“, sagt eine Besucherin. Für sie war, wie für viele andere und nicht zuletzt die Aussteller, das Wetter kein Grund, zu Hause zu bleiben. „Man kann trotz Corona etwas auf die Beine stellen“, findet ÖDP-Ortsvorsitzender Bernd Wimmer. Er war sich mit dem Zuspruch zufrieden und beurteilte den Umsatz trotz Witterung gut. Ausfallen musste in diesem Jahr die Bewirtung. Doch dafür führte man wie immer ein Gewinnspiel durch, bei dem es tolle Preise, gestiftet durch lokale Anbieter, zu gewinnen gab. Obwohl es in diesem Jahr weniger Stände gab als sonst, ließ die Angebotspalette kaum Wünsche offen: Eier, Geflügel, Fleisch und Fisch, Gemüse und Obst, Blumen und Pflanzen, Saft und Wein, aber auch Spezialitäten aus der bäuerlichen Küche wie Brot, Eierlikör, Nudeln und Aufstriche. Selbst gemacht und frisch geerntet kommen die Produkte zu den Käufern - ohne lange Transportwege versteht sich. „Institution“ Einkaufen konnte man allerdings auch edle Schafmilchseifen, dekorative Kränze, warme Felle und Holzschnitzereien.

Ganz neu mit dabei in diesem Jahr waren drei junge Mainburger, die türkischen Kaffee nach traditionellem Verfahren auf Sand zubereiteten. Auch sie hatten wegen Corona keine Bedenken, zu kommen: „Wir finden das eine super Initiative und freuen uns, zum ersten Mal dabei sein zu dürfen.“ Ähnlich empfindet auch Bettina Loidl vom „Fellstand“: „Ich habe keine Minute überlegt, abzusagen. Obwohl weniger los war als sonst, habe ich trotzdem etliche Stammkunden, die sich gerne mit Naturfellen und Lammprodukten eindecken. Der Bauernmarkt ist einfach eine Institution. Trotz der Regelungen kommen viele lockere Gespräche zustande und man bekommt besondere Schmankerl, die es nicht überall zu kaufen gibt.“ In dritter Auflage wurde auch wieder der Hallertauer Einkaufsführer mit seinen insgesamt 48 Direktvermarktern verteilt. Ein wertvolles Nachschlagewerk, wenn es darum geht Lebensmittel aus der Hallertau zu beziehen. Fazit: Einkaufen auf dem Bauernmarkt ist und bleibt ein tolles Erlebnis!

von li. nach re.: Thomas Schiffelmann (Bundesvorstandsmitglied der ÖDP), Konrad Pöppel (ÖDP-Stadtrat), Annette Setzensack (ÖDP-Stadträtin) und Bernd Wimmer (ÖDP-Ortsvorsitzender) am Bauernmarktag


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