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ÖDP sieht sich für die Zukunft gerüstet

Auf Hauptversammlung neue Ideen präsentiert - Bernd Wimmer bleibt Vorsitzender

 

(HZ-Artikel in der Ausgabe vom 15.10.2020)

Von Harry Bruckmeier Mainburg. Großes Vertrauen setzen die Mitglieder des ÖDP-Ortsverbandes in ihren Vorsitzenden Bernd Wimmer. Der 49-jährige Informatiker aus Steinbach wurde auf der Jahreshauptversammlung am Montagabend im „La Vie“ einstimmig in seinem Amt bestätigt, das er seit 2008 innehat. Zunächst kam Wimmer auf die Terminierung der Hauptversammlung zu sprechen, die wegen des Corona-Lockdowns im Frühjahr verschoben werden musste. Nun aber konnte sie unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen nachgeholt werden. Unter die Gäste mischten sich der dritte Bürgermeister aus Volkenschwand, Thomas Fahrner, sowie der Attenhofener Gemeinderat Ralf Schramm. Natürlich begrüßte Wimmer mit Konrad Pöppel den dritten Bürgermeister aus Mainburg sowie die Stadt-und Kreisrätin Annette Setzensack.

Erfolgreiche Kommunalwahlen

Dass er diese Mandatsträger willkommen heißen konnte, sei das Ergebnis einer erfolgreichen Kommunalwahl, sagte der ÖDP-Chef mit Blick auf drei neue Gemeinderatssitze in Volkenschwand und Attenhofen. Außerdem stelle die ÖDP jetzt in Mainburg und Volkenschwand den dritten Bürgermeister. Einziger Wermutstropfen sei, dass man in der Hopfenstadt das dritte Mandat bei 10,10 Prozent um wenige Zehntelprozent verpasst habe. Insgesamt zeigte sich Wimmer dennoch zufrieden: „Wir sind im Landkreissüden als ÖDP gut aufgestellt und sehr gut für die Zukunft gerüstet.“ Im Kreistag konnte die Partei mit 6,30 Prozent ihre vier Sitze verteidigen. Dass nicht mehr drin war, erklärte Konrad Pöppel mit dem starken Abschneiden der Grünen, die mit 10,37 Prozent zwei Mandate hinzugewinnen konnten und nun sechs Kreisräte stellen. Positiv bewertete Wimmer die Mitgliederentwicklung. Dem Ortsverband mit der Stadt und der VG Mainburg gehören 67 Mitglieder an. Die fünf Parteifreunde in Attenhofen haben unter Führung von Ralf Schramm inzwischen einen eigenen Ortsverband gegründet. Volkenschwand könnte schon bald mit seinen ebenfalls fünf Mitgliedern folgen, wie Thomas Fahrner am Rande der Versammlung gegenüber unserer Zeitung andeutete. 48 Mitglieder kommen aus Mainburg, sieben aus Elsendorf und zwei aus Aiglsbach. Bundesweit zählt die ÖDP nach Angaben Wimmers aktuell 8 117 Mitglieder.

Gutes Ergebnis beim Bienen-Volksbegehren

In seinem Rechenschaftsbericht blickte der ÖDP-Chef auf das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ Anfang des vergangenen Jahres zurück. Die 18,3 Prozent Zustimmungsrate im eher ländlich strukturierten Mainburg wertete er angesichts eines bayernweiten Ergebnisses von 18,4 Prozent als einen vollen Erfolg. Als öffentlichkeitswirksame Initiativen des Ortsverbandes nannte der Vorsitzende die dritte Auflage des regionalen Einkaufsführers, eine Besichtigung der städtischen Kläranlage, Infostände zu diversen Themen, die Veranstaltung von zwei Bauernmärkten, zwei Ramadama-Aktionen, einen Vortrag mit Bundesvorsitzendem und Europaabgeordnetem Klaus Buchner zum Thema 5G oder die Organisation einer Klimaschutz-Demo in der Hopfenstadt mit mehr als 100 Teilnehmern. Um die Zukunft der Partei vor Ort ist Wimmer nicht bange, seitdem sich die Jungen Ökologen gegründet haben.

Künftig zwei Stellvertreterinnen

Nun wolle man aber eine Verjüngung des Vorstandes im Ortsverband einleiten, meinte Wimmer mit Blick auf die am Montagabend anstehenden Neuwahlen. Er selbst stellte sich nach zwölf Jahren Amtszeit wieder zur Verfügung und kann auf den Rückhalt seiner Parteifreunde zählen, die ihn einstimmig wiederwählten. Ab sofort stehen Wimmer mit Annette Setzensack und Gamze Caglar zwei Stellvertreterinnen zur Seite. Zur Schatzmeisterin wurde Andrea Gschlößl gewählt, neuer Schriftführer ist Mike Conley, der das Amt von Rolf Delventhal übernimmt, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Breit aufgestellt ist der erweiterte Vorstand, wobei die Beisitzer noch jeweils eigene Aufgabenfelder übernehmen werden, wie Wimmer ankündigte. Dem Beirat gehören dritter Bürgermeister und Kreisrat Konrad Pöppel, Klaus Winzer, Alois Zilker, Christian Heinzinger, Vera Ring, Franz Eder, Rolf Delventhal und Walter Gabriel an. Nur Rosi Brunschweiger hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Da der ÖDP-Ortsverband nach einem entsprechenden Beschluss eine eigene Kasse einführen will, benannte man mit Rosi Brunschweiger und Karl Meitner zwei Kassenprüfer. Diese Wahl und die von Schatzmeisterin Andrea Gschlößl zuvor gilt vorbehaltlich der notwendigen Zustimmung des Kreisverbandes auf eine eigene Kassenführung. Jede Menge Ideen riss Vorsitzender Wimmer auf der Versammlung an, die man über verschiedene Kanäle, vor allem auch in den Sozialen Medien, kommunizieren wolle. Aber auch analog und lokal soll der Informationsfluss verbessert werden. Dem ÖDP-Chef schweben zwei oder drei Infotafeln der Partei im Stadtgebiet vor. Eine davon soll nach den Worten Wimmers in Steinbach errichtet werden, eine weitere in der Abensberger Straße und ein Infokasten vielleicht an der Wand vor dem „La Vie“.

Dem Vorstandstrio des ÖDP-Ortsverbandes (v. l.) Annette Setzensack, Bernd Wimmer und Gamze Caglar, gratulierte dritter Bürgermeister und Kreisrat Konrad Pöppel. Foto: Harry Bruckmeier.


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