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Klimaexperte Michael Stöhr und Bundestagsdirektkandidat Bernd Wimmer:

"Mit dem Weltklima spielt man nicht!"

ÖDP

Von links nach rechts: Heiko Helmbrecht (ÖDP-Ortsvorsitzender Landshut), Michael Stöhr (Landesbeauftragter der ÖDP für Klimaschutz), Elke März-Granda (ÖDP-Stadträtin), Bernd Wimmer (Bundestagsdirektkandidat der ÖDP) und Lorenz Heilmeier (ÖDP-Kreisvorsitzender Landshut-Land). (Quelle: Max Huber)

Zur letzten Veranstaltung vor der Bundestagswahl hatte ÖDP-Bundestagsdirektkandidat Bernd Wimmer den Landesbeauftragten für Klimaschutz, Michael Stöhr, nach Landshut in die Tavernwirtschaft eingeladen. "Persönliches Engagement einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen ist begrüßenswert, entscheidend sind aber die politischen Weichenstellungen," erklärte Michael Stöhr zu Beginn seiner Ausführungen.

Der Klimawandel ist heute schon sichtbar, weltweit und bei uns mitten in Europa. Es gibt hunderttausende Hitzetote, Flutopfer und Sachschäden in Milliarden Euro Ausmaß. Bereits 1912 gab es Untersuchungen zum Effekt der Verbrennung von fossilen Energiequellen. Nachweislich wußte der Ölkonzern Exxon bereits 1982 davon, hielt die Erkenntnisse aber geheim und verbreitete öffentlich das Gegenteil. Das Risiko einer Heißzeit ist null, wenn die CO2-Konzentration in der Atmosphäre unter 350 ppm liegt, aktuell liegt sie bei 420 ppm.  Die ÖDP will als einzige Partei Klimaneutralität bereits bis 2030 erreichen.

"Das 350 ppm Ziel kann nur erreicht werden durch massive Verringerung des Energie- und Ressourceneinsatzes", erläuterte Michael Stöhr. Es sind daher verschiedene einschneidende Maßnahmen notwendig, von denen Stöhr die wichtigsten nannte: Ausstieg aus der Wegwerfwirtschaft; beschleunigte energetische Gebäudesanierung durch natürliche Baustoffe; Beendigung des Braunkohleabbaus und Kohleausstieg deutlich vor 2030; vollständige Umstellung der Versorgung mit Strom, Wärme, Kälte und Antriebsenergie auf erneuerbare Quellen; beschleunigter Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen durch Solardachpflicht und angemessene Abstandsregeln; Energieversorgung in die Hand von Bürgerinnen und Bürgern, Landwirtinnen und Landwirten, Gewerbebetrieben; sowie eine umfassende Verkehrs- und Mobilitätswende.

Die Bundestagsparteien spielen Michael Stöhr zufolge Russisch Roulette mit dem Weltklima. Folgt man der Klimapolitik der CDU/CSU sind vier von sechs Kugeln im Lauf, was bedeutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% unser Planet in eine Heißzeit gebracht wird. Folgt man der Klimapolitik der Grünen sind immer noch zu viele Kugeln im Lauf. "Nur die ÖDP folgt dem einzig richtigen Vorsatz: Mit dem Weltklima spielt man nicht!", riefen Wimmer und Stöhr gemeinsam zu einem Umwählen hin zur ÖDP auf.