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Bienenragwurz bei Aiglsbach entdeckt

Konrad Pöppel (ÖDP) findet seltene Orchideenart

Bieneragwurz

Die seltene Bienenragwurz bei Aiglsbach. (Foto: Konrad Pöppel)

Der Ortsvorsitzende des BUND Naturschutz, Konrad Pöppel (3. Bürgermeister, ÖDP-Stadtrat und Umweltreferent der Stadt Mainburg) sichtete bei Aiglsbach nach 40 Jahren Naturschutzarbeit im südlichen Landkreis Kelheim zum ersten Mal eine Bienenragwurz (Ophrys apifera).

Bei der Bewertung der vom Landschaftspflegeverband im Landkreis Kelheim betreuten und von einem Landwirt gepflegten Fläche, wurde diese Orchidee erspät. Ragwurzen simulieren mit ihrer Blüte meist ein Insektenweibchen. Anfliegende Männchen führen dann unbewusst die Bestäubung durch. Die Blüten der Bienen-Ragwurz werden aber nur selten von Insekten fremdbestäubt. Bei der Selbstbestäubung krümmen sich die Pollinienstiele nach unten und bringen so die Pollinien mit der Narbe in Berührung. Dies ist bei den Orchideen sehr selten, denn meist beruht hier die Fortpflanzung auf Fremdbestäubung. Die seltene Bienenragwurz kommt in basenreichen Trockenrasen und Magerrasen oder auch in lichten Wäldern vor - in Aiglsbach ist es eine magere Wiese. Vom Samen bis zur blühfähigen Pflanze dauert es nur drei bis vier Jahre. Leider fand sich nur ein Einzelexemplar. Bei recht viel Glück könnte es aber zu einer Vermehrung und damit zur Entwicklung eines neuen Standorts bei uns vor der Haustüre kommen.